Felizia
Betriebsleiter
Als Felizia damals den Entschluss fasste, Nerupal zu gründen, war das weniger ein geplanter Karriereschritt – vielmehr eine Mischung aus Leidenschaft und dem Drang, Tanz endlich zugänglich zu machen, ohne diese einschüchternde Perfektion, die viele Anfänger abschreckt. Sie hatte selbst erlebt, wie entmutigend die ersten Schritte sein können, und wollte das ändern. Anfangs waren es nur kleine Gruppen in improvisierten Räumen, abends nach ihrem eigentlichen Job. Aber Menschen kamen, blieben, brachten Freunde mit. Ihre Begeisterung war ansteckend. Felizia hat nie versucht, sich in irgendeine Schablone zu zwängen – und genau dieses Gefühl von Freiheit zieht sich wie ein roter Faden durch die Entwicklung von Nerupal. Mit den Jahren hat sich die Organisation weiterentwickelt. Was als fast privater Kreis begann, ist heute eine Gemeinschaft aus Menschen, die neugierig sind und sich gegenseitig stützen. Die Trainingsräume wurden heller, die Musik vielfältiger, und Felizia hat ihr Team sorgfältig ausgesucht – nicht danach, wer die meisten Titel vorweisen kann, sondern wer Herz und Geduld mitbringt. Ich erinnere mich an einen Kurs, in dem sie sich einfach mitten unter die Neulinge gesetzt hat, als wäre sie selbst eine Schülerin. Das ist typisch für ihren Ansatz: Sie stellt nie sich oder den perfekten Ablauf in den Vordergrund, sondern die Freude am Lernen und die individuellen Wege der Teilnehmer. Fehler gehören dazu – manchmal werden sie sogar gefeiert, weil aus ihnen die schönsten Bewegungen entstehen. Felizias Hingabe zur Bildung spürt man in jeder Stunde. Sie sieht Tanz nicht als Wettbewerb, sondern als etwas, das verbindet und stärkt. Ihre Philosophie, dass jeder Körper tanzen kann, durchdringt das gesamte Angebot. Sie glaubt fest daran, dass Lernen am besten funktioniert, wenn es Spaß macht und Platz für Überraschungen lässt. Das Team entwickelt ständig neue Methoden, probiert aus, verwirft auch mal etwas – kein Stillstand. Wer hier trainiert, merkt schnell, dass es nicht um starre Regeln geht, sondern darum, sich selbst zu entdecken. Das Unternehmen wächst mit seinen Teilnehmern und bleibt immer offen für neue Impulse. Manchmal frage ich mich, was Felizia als Nächstes einfällt – wahrscheinlich etwas, das wieder alles ein bisschen anders macht.
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